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Mykola Lebed

Person mit dunklem Haar bedient ein Roland GAIA Synthesizer-Keyboard in einem Raum mit verschwommenen, orangefarbenen Lichtern im Vordergrund.
© Yuri Gryaznov
Schwarz-weiße Aufnahme eines sitzenden Mannes mit Kopfhörern, der ein Saxophon spielt, vor einer Wand mit mehreren Bildern.
© Eugene Zhyvchik
Person sitzt auf dem Boden vor einem Keyboard in einem dunklen Raum mit Teppich und Möbeln im Hintergrund.
© Sasha Halushchak
Mann mit Bart sitzt auf einem Stuhl unter einem blühenden Baum in einem Garten.
© Regina Zhelezniakova

Key Facts

Nationalität
Ukraine
Bereich
Musik, Klangkunst, Recherche
Wohnort
Berlin
Empfehlende Institution

tranzit.org / ERSTE Stiftung

Zeitraum
Januar - Februar 2025
Links

mykolalebed

@mykola_lebed_sounds_like

Mykola Lebed (geb. 1992) ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich auf Musik und Klang spezialisiert hat und an der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik arbeitet. Seine Arbeit verbindet Elemente von Minimalismus, Free Jazz, Improvisation, Ambient-Musik und Field Recording.
Nach seiner klassischen Ausbildung als Pianist und Saxophonist an der Musikhochschule in Rivne hat Lebed über die klassische Musik hinaus die Psychedelic-, Metal- und Free-Improvisations-Szene in der Ukraine erkundet. Er war aktiver Teilnehmer des Ukrainian Improvisers Orchestra und zahlreicher Kollektive und trat sowohl als Vollzeit- als auch als Session-Mitglied auf.

Seit Beginn seiner Solokarriere wurde Lebeds Arbeit unter anderem im MEK Berlin, im Kunsthaus Hamburg, im Theater Magdeburg, in der Städtischen Kunstgalerie Lviv, im Dnipro Center for Contemporary Culture und im Puppentheater Ivano-Frankivsk präsentiert. Außerdem hat er Soundtracks für Theaterproduktionen am TD Berlin und am Staatlichen Puppentheater Lviv sowie für Kurzfilme und Videoarbeiten geschaffen.

Projektinfo

Mykola Lebeds Interesse an der Folklore der ukrainischen Emigranten wurde durch seine persönlichen Erfahrungen in der fünften Welle der ukrainischen Emigration geweckt. Seine Untersuchung konzentriert sich auf Menschen, die sowohl freiwillig als auch durch die Gewalt des Krieges ausgewandert sind. Emigration und Integration sind nie einfache Prozesse, und wenn man die Beispiele früherer Wellen untersucht, wird deutlich, dass Kunst und Gemeinschaften in der Diaspora oft von ihren Herkunftsgemeinschaften abgekoppelt werden und ihnen fremd sind. Diese Trennung hat Lebed dazu inspiriert, die kulturellen Erzählungen ukrainischer Emigrant:innen zu erforschen und dabei auditive und visuelle Erzähltechniken mit intuitivem und unbewusstem Schaffen zu verbinden, um den sich entwickelnden Zustand der Folklore zu erfassen, die heute unter den Schichten der Globalisierung und Popkultur begraben ist.

Dieses langfristige Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Künstler Jura Golik (mit Wohnsitz in Graz, Österreich) entwickelt und vom künstlerischen Programm „Scattered Communities“ von Insha Osvita & Asortymenta Kimnata unter der Leitung von Alona Karavai, Serge Klymko und Yaroslav Futymskyi unterstützt.