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Małgorzata Markiewicz

Großes, hängendes Kunstobjekt mit mehreren langen, spitz zulaufenden Beinen in schwarz-weißer Zickzackmusterung in einem weißen Ausstellungsraum.
String Figures, Akademie Graz, 2023, Foto: Małgorzata Markiewicz
Skulptur einer Medusa mit rotem Kopf und langen, gewundenen Schlangenarmen in einem historischen, mit Ornamenten verzierten Innenraum mit Marmorboden und Holztüren.
Medusa, 2022, © Grzesiek Mart
Blick in ein historisches Theater mit reich verziertem Innenraum und einer großen Bühne mit einem Vorhang, der mit einem komplexen weißen Linienmuster und Text bedeckt ist.
Curtain of Women, 2023 © Bartek Barczyk
Person mit kurz geschnittenem Haar trägt einen blauen Pullover mit roten, unregelmäßigen Mustern und bedeckt das Gesicht mit den Händen, an denen Ringe sichtbar sind.
Mending cracks, 2018, Małgorzata Markiewicz 5. Mending cracks, 2018 Beata Długosz

Key Facts

Nationalität
Polen
Bereich
Bildende Kunst
Wohnort
Krakau
Empfehlende Institution

MQ

Zeitraum
Januar - Februar 2025
Links

malgorzatamarkiewicz.com.pl

@malgosiamarkiewicz

Małgorzata Markiewicz, lebt und arbeitet in Krakau, Polen. Sie studierte an der Akademie der Schönen Künste in Krakau, wo sie mit Auszeichnung ihr Doktorat in Bildhauerei abschloss. Sie ist eine bildende Künstlerin, die in den Bereichen Textilkunst, immaterielles Kulturerbe, Performance, Feminismus, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit arbeitet. Ihre Performances und Objekte sind antipatriarchale Statements, die Beziehungen, Fürsorge und Verbundenheit erforschen - im Gegensatz zu den weit verbreiteten narzisstischen und ausbeuterisch-extraktiven Weltbeziehungen.
Markiewicz war Teilnehmerin des Philosophieseminars für Doktoranden an der KTH, Critical Design Studio, und Studentin am Konstfack in Stockholm, Schweden. Die Künstlerin präsentierte ihre Werke u.a. in The Photographers' Gallery, London, UK, l'étrangère, London, UK, Matahre Art Gallery, Nairobi Kenya, Park Rzeźby na Bródnie, MSN, Warschau, Polen, Centrala Gallery, Birmingham, UK, MAXXI Rom, Italien, Matadero, Madrid, Spanien, Zachęta National Gallery, Warschau, Polen, CSW Ujazdowski Castle, Warschau Polen. Sie ist Autorin des „Vorhangs der Frauen“ im Słowacki-Theater in Krakau, einem partizipativen, kritisch-produktiven Kulturerbe-Projekt.

Projektinfo

Während ihrer Residency im MQ wird Małgorzata Markiewicz an dem zweiten „Netz“ der Serie „Pimoa Chthulu“ arbeiten. Der Titel „Pimoa Chthulu“ bezieht sich auf die führende fiktionale Spinnenfigur in der Philosophie von Donna J. Haraway, eine modifizierte Version des taxonomischen Namens der tatsächlich existierenden Spinne Pimoa chthulu, die in Kalifornien lebt. In Haraways modifizierter Schreibweise ist der zweite Teil „chthulu“ vom Wort „chthonisch“ abgeleitet, das „aus der Unterwelt kommend“ bedeutet, also aus jener Welt, die alles Leben nährt. Es ist der Name für „anderswo“ und „eine andere Zeit“.
„Pimoa Chthulu“ umfasst die gesamte Unterwelt, die Leben spendet, Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen nährt und auf dem Prinzip von Netzwerken und Verbindungen aufgebaut ist. Alles ist mit etwas verbunden, und dieses wiederum ist mit etwas anderem verbunden. Leben und Tod finden innerhalb dieser Verbindungen statt. „Pimoa Chthulu“ ist ein Spinnennetz.
Markiewicz wird das performative Objekt mit acht Armen und acht Beinen häkeln, wobei jedes glockenförmig wie ein Kokon gestaltet ist und aus der Wolle schwarzer Schafe besteht. Es ist nahezu unmöglich, dieses Netz auf andere Weise zu animieren als es zu tragen und zu kriechen. Der Kriechgang wird von der Trancemusik des Musikers Patryk Zakrocki begleitet und im März 2025 im Neuen Museum Nürnberg aufgeführt.
In diesem Projekt interessiert sich die Künstlerin für imaginäre zwischenmenschliche Netzwerke, die in der Spannung zwischen den Gesten von zwei, drei oder mehreren Menschen entstehen. Sie möchte so neue Ökologien des Zusammenlebens schaffen.