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Maja Hodošček

Frau mit hochgebundenem Haar und sichtbarem Anker-Tattoo am linken Oberarm vor schwarzem Hintergrund.
Good Enough, 2019 © Maja Hodošček
In einem dunklen Raum ist eine Projektion einer Frau mit erhobenen Händen zu sehen, davor steht ein beleuchteter Bildschirm mit einem ähnlichen Bild.
Installation view, Dom omladine, Belgrade, 2020 © Maja Hodošček
Porträt eines Mannes mit dunklem Haar und Bart vor schwarzem Hintergrund.
See Me, 2019 © Maja Hodošček
Zwei Frauen sitzen nebeneinander, eine mit Brille und dunklem Pullover, die andere mit einem blauen Haarband mit weißen Punkten, beide blicken nach unten.
Too Easy and Too Simple, 2020, video still © Maja Hodošček
Gruppe von sieben Jugendlichen in Sportkleidung vor einer orangefarbenen Wand, einige stehen, einer sitzt auf dem Boden.
Training, 2019, video still © Maja Hodošček

Key Facts

Nationalität
Slowenien
Bereich
Medienkunst
Wohnort
Celje
Empfehlende Institution

tranzit.org/ERSTE Stiftung

Zeitraum
Juli – August 2021
Links

www.hodoscek.com

Vimeo Channel

Maja Hodošček (*1984) ist Autorin von Videoarbeiten und Installationen, initiiert Workshops und kuratiert Ausstellungen. Ihre künstlerische Praxis ist forschungsbasiert und experimentell; sie beschäftigt sich mit Performance, Verhalten und Formen des Lernens. Sie absolvierte ihr Masterstudium am Dutch Art Institute in Arnhem (Niederlande).

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen präsentiert, darunter „Hidden Curriculum“ (tranzit.sk, Bratislava), „Silence is Deafness Here“ (Gallery Podroom, Belgrad), „Beyond the Globe“ (Moderna galerija, Ljubljana), „South by South East“ (Guangdong Times Museum, China), „Pipe Dream“ (Kunsthalle Exnergasse, Wien) sowie „Travelling Communiqué“ (Museum of Yugoslav History, Belgrad).

Einzelausstellungen zeigte sie unter anderem im Dom omladine (Belgrad), im Museum of Contemporary Art – MSUM (Ljubljana), in der Miroslav Kraljević Gallery (Zagreb), der ŠKUC Gallery (Ljubljana) sowie der Gallery Gregor Podnar (Ljubljana).

Im Jahr 2020 wurde sie für ihre künstlerischen Leistungen mit dem nationalen Rihard-Jakopič-Preis ausgezeichnet. Bereits 2010 erhielt sie den OHO Award.

Projektinfo

Während der Residency setzt Hodošček ihre Forschung zur historischen Herausbildung neoliberaler Subjektivität und deren Verhältnis zum Begriff der Sichtbarkeit fort. Sie interessiert sich dafür, wie das Bewusstsein, beobachtet zu werden, das Selbst beeinflusst.

Dabei untersucht Hodošček zentrale historische Beispiele dafür, wie Unternehmen mit der Psychologie zusammenarbeiteten, um die Denkweisen von Arbeitnehmer sowie Arbeitsumgebungen zu verändern. Sie erforscht, wie diese Investitionen zur Entstehung des heutigen Produktionsmodells beitrugen, das auf Leistung, Selbstoptimierung und der Inszenierung des eigenen Selbst beruht.

Im Rahmen der Residency wird sie zudem den Schnitt ihrer jüngsten experimentellen Videoserie abschließen. Darin verknüpft sie die Erfindung des Selbst als Instrument der Produktion mit einer bildbasierten künstlerischen Praxis.

Dokumentation

Während ihrer Residency im MuseumsQuartier Wien lernte Hodošček die Kulturszene der Stadt durch Besuche von Museen, Galerien, Open-Air-Filmveranstaltungen (etwa Kaleidoskop) und Performancefestivals wie ImPulsTanz kennen. Sie traf andere Artist-in-Residence-Stipendiat, Kurator sowie Mitglieder der lokalen Kunstszene. Darüber hinaus besuchte sie Ausstellungseröffnungen, Führungen und Museen aus anderen Bereichen, darunter auch den Narrenturm.

Die Stadt erkundete sie mit dem Fahrrad, fuhr durch verschiedene Bezirke und entdeckte Märkte, Straßen und Parks. Einen Großteil ihrer Zeit verbrachte sie am Yppenmarkt, wo sie mit Menschen ins Gespräch kam. Schon bald wurde der Markt zu ihrem Lieblingsort in Wien und zu einem festen Bestandteil ihres Alltags. Ein weiteres nahezu tägliches Ritual war das Schwimmen in der Donau; das Ufer diente ihr zugleich als Ort zum Lesen und Schreiben.

Während der Residency setzte Hodošček ihre Forschung zur historischen Herausbildung neoliberaler Subjektivität und deren Verhältnis zum Begriff der Sichtbarkeit fort. Sie untersuchte zentrale historische Beispiele dafür, wie Unternehmen mit der Psychologie zusammenarbeiteten, um die Denkweisen von Arbeitnehmer und Arbeitsumgebungen zu verändern, und wie diese Investitionen zur Entstehung des heutigen Produktionsmodells beitrugen, das auf Leistung, Selbstoptimierung und der Inszenierung des eigenen Selbst beruht.

Im Rahmen ihres Aufenthalts entwickelte sie außerdem einen Workshop für Oberstufenschüler zum Thema der Trauminkubation. Dabei interessierte sie sich für die Frage, inwiefern Träume gezielt beeinflusst werden können und ob sie sich nutzen lassen, um gemeinschaftliche Beziehungen zu stärken und neue Strategien des Ungehorsams zu entwerfen. Der Workshop wurde im Oktober beim City of Women Festival in Ljubljana realisiert.