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Liliana Basarab

Mehrere künstlerisch gestaltete Gebärmutterformen in verschiedenen Farben an zwei angrenzenden Wänden, die eine Ecke bilden.
© Cătălin Georgescu
Drahtskulptur in Form einer Gebärmutter mit Eileitern und Eierstöcken an einer grauen Wand.
© Cătălin Georgescu
Relief mit zwei sitzenden Personen, die sich an den Köpfen berühren, eine trägt ein weißes Shirt mit rotem Text, die andere ein blaues Hemd.
© Cătălin Georgescu
Drei farbige Reliefs mit menschlichen Figuren in verschiedenen Posen auf einer grauen Ausstellungsfläche.
© Cătălin Georgescu
Keramische Skulptur mit zwei Personen, die eine dritte Person am Kopf festhalten, auf grauem Hintergrund.
© Cătălin Georgescu

Key Facts

Nationalität
Rumänien
Bereich
Bildende Kunst
Wohnort
Galați
Empfehlende Institution

MQ

Zeitraum
Mai – Juni 2026
Links

www.lilianabasarab.com

@liliana.basarab

Liliana Basarab ist eine bildende Künstlerin, die in Bukarest lebt und arbeitet. Ihre künstlerische Praxis hat eine starke soziale Dimension und äußert sich in verschiedenen Medien wie Keramik, Textilien, Zeichnung, Performance, partizipativen Workshops und Video.

Ihre Arbeiten beschäftigen sich häufig mit Themen wie Geschlecht, Identität und sozialen Normen und nutzen dabei Ironie sowie subtilen Humor, um traditionelle Symbole und kulturelle Narrative zu hinterfragen.

Sie ist in verschiedene Formen künstlerischer Organisation involviert und daran beteiligt – von der Vector Association in Iași in den 2000er Jahren über das Sofia Nădejde Awards Collective (2018–2022) bis hin zu den heutigen Malmaison Studios.

Projektinfo

Während ihrer Residency im MQ schlägt Liliana Basarab eine öko­feministische Neuinterpretation des mythologischen Erbes Wiens vor. Indem sie bestehende Kunstwerke aufgreift und subtil umdeutet, legt sie die in ihren Erzählungen verankerten patriarchalen Strukturen offen und gewinnt sie als Räume ökologischen und feministischen Potenzials zurück.

Dieser Ansatz knüpft an ihre langjährige Auseinandersetzung mit Mythologie an, die nun im Kontext der Dringlichkeit aktueller ökologischer Fragen steht und danach fragt, wie alte Geschichten neu erzählt werden können, um gerechtere und nachhaltigere Zukünfte zu entwerfen.

Durch die Neuinterpretation von Figuren wie Artemis, Demeter und Gaia untersucht sie deren Wandel zu Akteurinnen des Widerstands und der Fürsorge, anstatt sie als passive Symbole von Fruchtbarkeit oder als gefürchtete „Andere“ darzustellen.

In Wien – wo der Jugendstil den weiblichen Körper häufig mit floralen Ornamenten verknüpfte – verschiebt diese Lesart die Natur von bloßer Dekoration hin zu einer aktiven, relationalen Kraft, die den patriarchalen Blick irritiert.