Hiroshi Takizawa
Key Facts
Hiroshi Takizawa ist ein 1983 geborener Künstler. Seit seinem Universitätsabschluss in Psychologie arbeitet er kontinuierlich an Werken in verschiedenen Formen fotografischen Ausdrucks. Indem er in seinen Fotografien (und Videos) „Material“ einfängt, rekonstruiert er das realisierte Bild und fixiert es auf einer anderen Grundlage, um die Betrachtenden in eine Welt einzuladen, die sich an der Grenze zwischen Bild und Material bewegt. Takizawa untersucht dabei die Grenzen zwischen zweidimensionalen Bildern und dreidimensionalen Materialien neu. Mithilfe der Fotografie – eines Mediums, das Raum und Zeit in einen zweidimensionalen Bildausschnitt zerlegt – ermöglicht er durch verschiedene Medien irreversible Übertragungen zwischen Dimensionen und erweitert fortlaufend sein eigenes, einzigartiges Ausdrucksfeld.
Seit seiner Ausstellung „New Photographic Objects: The Materiality of Photography and Imaging“ im Museum of Modern Art, Saitama (2020), erfährt seine Arbeit zunehmend Aufmerksamkeit. Im September 2021 erhielt Takizawa das Overseas Trainee Grant der japanischen Kulturbehörde, mit dem er Forschungen am Sigmund Freud Museum in Wien durchführt.
Einzelausstellungen:
2023 „Dis-placement“, Ve.sch, Wien, Österreich
2021 „Fingerprinted Objects“, Museum Haus KASUYA, Yokosuka, Japan
2020 „The Scene (Berlin)“, rin art association, Takasaki, Japan
2017 „AVALANCH//DUAL“, POST, Tokio, Japan
2017 „AVALANCH/SHEET/DUAL“, rin art association, Takasaki, Japan
2014 „figure“, JIKKA, Tokio, Japan
Projektinfo
Während seines Aufenthalts in Wien wird Hiroshi Takizawa die Geschichte der Fotografie in Westeuropa – mit einem Schwerpunkt auf Dada und Surrealismus – im Kontext der fotografischen Moderne sowie das Verhältnis zwischen Fotografie und der sich zur gleichen Zeit entwickelnden Psychoanalyse Freuds untersuchen. Dabei wird er deren Einfluss auf die Kunst und Fotografie der Moderne neu betrachten und diese Erkenntnisse in seine eigene Arbeit einfließen lassen.
Insbesondere wird er die Verbindungen zwischen Freuds Theorien zum Unbewussten und zur Traumdeutung sowie deren Einfluss auf die Kunst und das Denken jener Zeit erforschen – durch Recherchen und Feldforschung in den Archiven und Materialien des Sigmund Freud Museums.
Nach der Residency wird er die Ergebnisse seiner Forschung nutzen, um die Bedeutung seiner bisherigen fotografischen Arbeiten weiterzuentwickeln und ein Ausstellungskonzept für die Sternepassage zu erarbeiten.