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Genc Kadriu

Zwei getrocknete Rosenstängel mit Dornen und Blütenköpfen liegen nebeneinander in einem gläsernen Ausstellungsrahmen auf einem hellen Holzsockel.
Genc Kadriu, By Any Other Name, 2021, Foto: Genti Korini
Holzregal mit mehreren schwarzen, unregelmäßig geformten Objekten und kleinen hellen Kugeln auf den Regalböden vor weißer Wand und Holzboden.
Genc Kadriu, Nymfer, 2022
Drei gerahmte Fotos von toten Insekten an einer weißen Wand, mittleres Bild mit kleiner Beschriftung darunter.
Genc Kadriu, Rigor Mortis Splendor, 2022
Halbkreis aus unregelmäßigen, erdigen Steinen auf hellem Untergrund mit einem weißen, zerknitterten Papierkreis in der Mitte, auf dem ein spiralförmiges Muster aus Erde liegt.
Genc Kadriu, Sins of My Father, 2022
Fünf kleine Skulpturen auf einem großen hellen Holzbrett vor weißer Wand und ein gerahmtes Bild auf dem Boden rechts.
Genc Kadriu, The Sail of Permanent Escape, 2022, Foto: Genti Korini

Key Facts

Nationalität
Kosovo
Bereich
Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Poesie, Klangkunst
Wohnort
Prishtina
Empfehlende Institution

MQ

Zeitraum
Januar - Februar 2024
Links

@genc.kadriu

Genc Kadriu (KS/UK) ist ein zeitgenössischer Künstler, der derzeit zwischen Prishtina und Tirana lebt und arbeitet. Kadrius Kunst ist durch die Kollision des persönlichen Innenraums mit der sozialen Realität geprägt. Unter Verwendung greifbarer und symbolischer Elemente aus der materiellen Kultur, dem kollektiven Erbe, der Naturgeschichte, der Literatur, der Spiritualität und von Erinnerungsstücken entstehen Kadrius Werke durch eine poetische, museale Anordnung aufgeführter Objekte in Form von skulpturalen Bündeln und räumlichen Installationen. Durch interdisziplinäre Untersuchungen und angewandte Experimente folgt Kadrius Praxis einer Dialektik der Gegensätze, der Interdependenz und einer Logik der Wechselwirkung zwischen Zufall und Intentionalität.

Projektinfo

Ashes to Ashes, Dust to Dust oder Die Zwölf Märtyrer
Besteht aus einer Außeninstallation von 12 Nachbildungen von Grabsteinen, die aus Braunkohle aus einem Tagebau im Kosovo-Becken geschnitten wurden. Jeder Stein ist mit dem numerisch entsprechenden Namen eines Monats des gregorianischen Kalenders beschriftet. Die Steine werden wie ein Friedhof vor dem Tor des MQ während des gesamten Winters bis zur zweiten Märzwoche ausgestellt – den letzten Frosttagen, an denen Samen wieder gepflanzt werden können. Anschließend werden sie an ihrem jeweiligen Standort vergraben, um als organischer Dünger für die unterirdischen Netzwerke des symbiotischen Bodenstoffwechsels zu dienen. Eine Auswahl von Fotografien, die zu unterschiedlichen Tageszeiten während der kurzen Lebensdauer dieses vergänglichen Werkes aufgenommen wurden, werden zu archivarischen „Samen“ in Form eines Künstlerbuches mit begleitenden Gedichten und weiteren erläuternden Texten.