Didar Azat
Key Facts
Didar Azat ist eine Museumsforscherin und Kuratorin mit Sitz in Almaty. Sie wurde in China in eine kasachische Familie hineingeboren und zog in ihrer Jugend nach Kasachstan – eine Erfahrung, die bis heute ihr Interesse an kulturellem Austausch und transregionalen Geschichten prägt. Sie arbeitet im Abylkhan Kasteyev Nationalmuseum der Künste, wo sie sich auf internationale Kunstsammlungen und Museumsforschung spezialisiert hat. Ihre Praxis konzentriert sich auf Ausstellungsentwicklung, Sammlungsforschung sowie die Einbindung der Öffentlichkeit durch Bildungs- und Vermittlungsprogramme.
Didar hat internationale Ausstellungen kuratiert und mitkuratiert und die erste Manga-Ausstellung des Museums mit Bezug zur zentralasiatischen Kultur initiiert. Außerdem war sie Co-Kuratorin der zentralasiatischen Sektion der 4. Xinjiang Kunstbiennale in China. Neben ihrer kuratorischen Arbeit entwickelt sie Bildungsworkshops und Führungen und trägt so zu neuen Formen der musealen Vermittlung für ein vielfältiges Publikum bei.
Im Jahr 2025 trat sie dem Team für Bildung und Vermittlung der Manifesta 16 für die Vorbiennale-Forschung und die Entwicklung öffentlicher Programme bei. Im Rahmen ihrer aktuellen Residency forscht Didar zur zentralasiatischen Sammlung des Weltmuseums und wirkt an der Entwicklung eines Schwerpunktprojekts zu Zentralasien mit.
Didar studierte Tourismusmanagement an der L. N. Gumilyov Eurasischen Nationaluniversität in Astana. Sie arbeitet auf Kasachisch, Russisch, Englisch und Chinesisch.
Projektinfo
Während ihrer Residency im Weltmuseum Wien werden Didar Azat und Bibigul Kussainova ihren Fokus auf die Erforschung der zentralasiatischen Sammlungen des Museums legen, mit besonderer Aufmerksamkeit für Objekte und Materialien, die mit den Kulturgeschichten Zentralasiens verbunden sind. Ihre Arbeit wird untersuchen, wie das zentralasiatische Erbe in europäischen Museumskontexten gesammelt, dokumentiert und interpretiert wurde.
Aufbauend auf ihrer Erfahrung als Museumsforscher und Kuratoren am Abylkhan Kasteyev Nationalmuseum der Künste in Almaty zielen sie darauf ab, zur Entwicklung des Schwerpunktprojekts des Museums zu Zentralasien beizutragen. Durch Sammlungsstudien, Archivrecherchen und den Dialog mit Kuratoren und Forschern werden sie unterschiedliche Perspektiven auf die Präsentation und Interpretation zentralasiatischer Kunst und materieller Kultur untersuchen.
Die Residency bietet zudem die Möglichkeit, über Museumspraxis zu reflektieren und den fachlichen Austausch zwischen Institutionen, die mit zentralasiatischen Sammlungen arbeiten, zu stärken.