Anna Kove
Key Facts
Anna Kove ist eine bekannte Dichterin und Übersetzerin aus Albanien. Sie schloss im Jahr 2001 ihr Studium am Goethe-Institut in Deutschland mit dem Diplom „Deutsch als Fremdsprache in Theorie und Praxis“ ab. Anschließend absolvierte sie ein postgraduales Masterstudium an der Europa-Universität Viadrina in Deutschland (2002–2004) im Bereich „Medien und interkulturelle Kommunikation“. Außerdem studierte sie Albanische Sprache und Literatur an der Universität Tirana (1986–1990).
Anna Kove ist Autorin zahlreicher Bücher, darunter „Shën Valentin ku ishe“, „Djegë Ujërash“, „Nimfa e pemës së humbur“ und „Kambanat e së dielës“. Sie wurde mit vielen Preisen in verschiedenen Wettbewerben in Albanien, Kosovo und Montenegro ausgezeichnet. Sie zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen Albaniens und steht im Fokus von Kritik, Forschung und Journalismus, die sich kontinuierlich mit ihrem Werk beschäftigen. Sie nahm an verschiedenen Seminaren und Übersetzungsworkshops teil, darunter LCB Berlin „In Käte tanzen“ (September 2006), „Artistic Translation of Children Literature: Kein Kinderspiel“ (2013), organisiert von der Robert Bosch Stiftung in Hamburg, das internationale Übersetzertreffen des LCB (März 2019) sowie Aufenthalte im Château de Lavigny.
Sie ist Preisträgerin des „Schritte-Stipendiums“ der S. Fischer Stiftung im Literarischen Colloquium Berlin (Juni–Juli 2015; Januar–Februar 2020) sowie Stipendiatin des Europäischen Übersetzer-Kollegiums Straelen (Juli–August 2019) und der internationalen Schriftstellerresidenz Château de Lavigny (Mai 2021).
Ihr Beitrag zur Übersetzungstätigkeit ist sehr umfangreich. Hervorzuheben ist die Übersetzung von „Mohn und Gedächtnis“ von Paul Celan (Toena Verlag, unterstützt durch Traduki) sowie die Anthologie „Deutsche Kurzgeschichten“ (Ombra GVG Verlag). Viele ihrer Übersetzungen umfassen unter anderem „Herztier“ (Albas Verlag, unterstützt durch Traduki), „Hast du ein Taschentuch?“, „Dorfschronik“ sowie Erzählungen aus „Niederungen“ von Herta Müller (Albas Verlag), „Die Nacht, die Lichter“ von Clemens Meyer (Albas Verlag, unterstützt durch Creative Europe), „Tyll“ von Daniel Kehlmann (Toena Verlag, unterstützt durch Creative Europe), „Die größere Hoffnung“ von Ilse Aichinger (Albas Verlag, unterstützt durch Traduki), „Ich spiele noch“ von Rose Ausländer (Poeteka Verlag), „Die Schlafwandler“ von Hermann Broch, „Blätter und Schatten“ von Wolfgang Hilbig, „Alles umsonst“ von Walter Kempowski, „Demian“, „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“ von Hermann Hesse sowie verschiedene Gedichte von Sarah Kirsch, Marie Luise Kaschnitz und weiteren Autorinnen und Autoren.
Projektinfo
Die Zeit in der Residenz wird meinen Plänen sowohl als Übersetzerin als auch als Schriftstellerin dienen: Als Autorin werde ich den Gedichtband „Aprilwind“ fertigstellen, der 2023 erscheinen wird. Dieser Band wird etwa 100 lyrische Gedichte umfassen.
Als Übersetzerin habe ich das Glück, dass mein Aufenthalt in der Residenz zeitlich mit der Wiener Buchmesse zusammenfällt. Als derzeitige Übersetzerin mehrerer österreichischer Autoren werde ich versuchen, mit der zeitgenössischen Literaturszene in Wien in Kontakt zu treten, um nach den Autoren meiner zukünftigen Übersetzungspläne zu suchen. Sowie meine Arbeit mit der Übersetzung des Romans „F“ des deutsch-österreichischen Autors Daniel Kehlmann fortzusetzen.