Freier Eintritt
Am 6. August liest Josef Winkler aus seinem neuen Roman „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“. Ihr Debüt gibt an diesem Abend Sarah Wipauer, die ihr Werk „Fehlende Gespenster“ präsentiert. Moderiert wird der Abend von Klaus Kastberger.
Josef Winkler „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“
„Ich schreibe dich – / Zur Welt bist du wieder gekommen / mit geisternder Buchstabenkraft“, heißt es in einem der Gedichte von Nelly Sachs, das Josef Winkler in seinem neuen Roman zitiert, in dem er seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurückschreibt. Für eine Ausbildung zur Konditorin verlässt sie das Dorf, arbeitet jahrelang in den verschiedensten Hotels, kehrt nach Ausbruch ihrer seelischen Erkrankung und nach dem ersten Selbstmordversuch in ihr Elternhaus zurück, wo sie auf ihren Bruder Josef trifft, der nach dem Skandal um sein erstes Buch ebenfalls dort Zuflucht sucht.
Sarah Wipauer „Fehlende Gespenster“ (Buchpremiere)
Was verbirgt sich unter einer Stadt? In „Fehlende Gespenster“ folgen wir einer raffinierten Erzählerin in das sagenumwobene Wiener Tunnelsystem. Nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs 1874 wurde es zur Überführung der Leichen mittels einer pneumatischen „Rohrpost“ entwickelt, der letzte „Passagier“ war angeblich Niki Lauda. Und das ist nur eine der absurden Geschichten, die Merian, eine rätselhafte junge Frau, bei ihren Führungen durch die stillgelegten Tunnel erzählt. Doch wem sollten wir auf einer Reise durch die Unterwelt vertrauen?
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