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MQ Sommerbühne

MARIAMACHINA

sound poetry performance

© MuseumsQuartier Wien, Foto: Verena Mayrhofer


MQ Sommerbühne  /  MQ Haupthof

Zehn Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten Soloalbums ALL MACHINE präsentiert Kinga Tóth ihr zweites Album mit vokaler Poesie unter dem Titel MARIAMACHINA. Kinga Tóth ist Künstlerin und Soundpoetin und verbindet ihre Texte mit Objekten sowie Video- und Klanginstallationen. Mit ihrer vielseitigen Stimmtechnik erschafft sie einen Chor aus körperlichen Lauten, mehrsprachigen Texten, Maschinengeräuschen und Elementen aus Volksliedern.

In MARIAMACHINA werden die posthumanen Cyborgs aus ALL MACHINE zum Leben erweckt. Sie werden begleitet von Gesängen, Liedern, Chorälen und Murmeln sowie neuen Texten und Formulierungen aus Rezitativen, Reimen und Gebeten – inspiriert von der Kunst von Nonnen, mit der sich Tóth im Rahmen ihres Dissertationsprojekts beschäftigt. Parallel zu ihrer Forschung experimentiert die Künstlerin mit Ritualen sowie Übungen zu Körper, Sprache und Seele und mit dem Konzept des silentium, um der Frage nachzugehen, ob „das Wort“ tatsächlich zum Leben erweckt werden kann. Sie verinnerlicht und überschreitet die Grenzen von Texten und schafft neue Gebete aus den Klängen von Haushaltsgegenständen, Naturelementen und ihrem eigenen Körper.

MARIAMACHINA erschien bei Hinge Thunder und wurde von Wouter Rentema gemischt und gemastert. Die Texte des Albums erscheinen 2025 bei Matthes & Seitz.

Dauer: 20–30 Minuten

In Kooperation mit dem Collegium Hungaricum Wien und dem BMEIA In cooperation with Collegium Hungaricum Wien and the BMEIA

Biografie

Kinga Toth (1983, Ungarn) ist Sprachwissenschaftlerin, Visuell-Klang-Poetin, Illustratorin und Kulturmanagerin. Toth schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch und stellt ihre Texte in Installationen und Performancen dar. Sie ist auch eine Organisationsgründerin für Gleichgerechtigkeit und Frauenrepräsentation im Literaturbetrieb in Ungarn. Sie recherchiert Nonnenkunst im Rahmen des WUK- in PLUS-Mozarteum und beschäftigt sich mit dem Leben/Schaffen von Nonnen auch in ihrer künstlerischen Praxis. Für ihre intermediale/internationale Arbeit bekam sie 2020 den Hugo Ball Förderpreis und den Bernard Heidsieck Prix.

2021 war sie Gastkünstlerin in der Villa Waldberta und ihre Text-Foto-Installationen wurden in Tallinn, ihre graphischen Gedichte im Centre Pompidou und ihre intermediale Installationsarbeit in der MODEM Galerie ausgestellt. 2023 führte sie mit der Komponistin und Musikerin Silvia Rosani ihr neues Intermedia-Theaterstück «Electric Jungle» im Rahmen des Hannsmann-Preises im Theater Rampe, Stuttgart, auf.

2023/2024 erhielt Kinga Toth das DAAD-Stipendium für Literatur in Berlin und ist auf der Shortlist bei Wortmeldungen Literaturpreis, wie auch auf der Shortlist des Lajos Kassak Preises.

2024 hat sie im Rahmen des DaaD-Stipendiums ihr Vokal-Lyrik-Gesangalbum mit einer Objektpoesie-Installation in der DaaD-Galerie veröffentlicht und sie war Writer-in-Residence des MuseumsQuartier Wien.

2025 erscheint ihr neues Buch bei Matthes & Seitz.

MQ Sommerbühne

MQ Haupthof

Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle der MQ Sommerbühne
© MuseumsQuartier Wien 2026