Matt McCreary & Charles Auguste
Freier Eintritt
Matt McCreary und Charles Auguste entwickeln für ihren ersten Wien-Auftritt eine neue ortsspezifische Arbeit im MQ. Ausgehend von urbanen Bewegungspraktiken verwandeln die beiden Künstler den öffentlichen Raum in eine lebendige Bühne.
Diesen Sommer entwickeln sie im Tanzquartier Wien ein neues Werk für das Hof Kunst Fest im MQ. Ihre ortsspezifischen Performances entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit der Architektur, wobei sie die Stadt sowohl als Partnerin als auch als Material betrachten. Durch die Interaktion mit Oberflächen, Hindernissen und Strömungen legen sie die latenten Choreografien offen, die in der gebauten Umwelt verborgen sind.
Ihre fließende und reaktionsfreudige Bewegungssprache entfaltet sich im direkten Dialog mit dem jeweiligen Ort und lässt die Grenze zwischen Performance und Alltag verschwimmen. Während ihre Arbeit online ein breites Publikum gefunden hat, bleibt ihr Kern die Intensität der Live-Begegnung und die Reaktivierung des öffentlichen Raums als gemeinsames Erlebnis.
Matt McCreary ist ein Künstler und Kollaborateur, dessen Arbeit sich auf die Beobachtung konzentriert. Er hat eine körperliche Ausdrucksform entwickelt, die seinen Körper in einen Dialog mit öffentlichen Räumen und Naturlandschaften bringt und dabei Themen wie Absurdität, Einfachheit und Einsamkeit untersucht. Zusammenarbeit bildet die Grundlage seiner Praxis, wobei er großen Wert darauf legt, mit anderen Künstlern und deren Medien zusammenzuarbeiten und durch Performance, Film und Fotografie interdisziplinäre Dialoge zu schaffen. Seine Arbeit widmet sich dem Subtilen und dem Übersehenen und fragt, was sichtbar wird, wenn wir uns dafür entscheiden, es wahrzunehmen.
Charles Auguste entfaltet seine Praxis durch einen Prozess der gemeinsamen Schöpfung zwischen Körper und Raum und hinterfragt dabei Dispositive und Orte, die in ihrer ursprünglichen Funktion festgefahren sind. Der Körper fungiert als kritisches und kreatives Werkzeug, das Situationen durchbricht und gleichzeitig alternative Wege eröffnet, diese zu bewohnen. Seine Arbeit widmet kontextuellen choreografischen Systemen besondere Aufmerksamkeit, die von individuellen Reaktionen und kulturellen Besonderheiten geprägt sind. Indem er verschiedene kreative Ausdrucksformen miteinander verbindet und im Dialog mit Musik, Kino, Mode und darüber hinaus steht, entwickelt er einen transdisziplinären Ansatz. Entgegen den aufgezwungenen urbanen Strömungen hinterfragt seine Arbeit das Alltägliche und offenbart die sensiblen, soziologischen und politischen Dimensionen zeitgenössischer Gesten und Situationen.
Informationen
- Eintritt frei
- Artist Talk im Anschluss an die Performance in den TQW Studios
Foyer
Halle E+G