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Brückenpassage

Feature

Brückenpassage

Mikromuseum für Skulptur und Raum

Q21 Backstage: mit der Brückenpassage wurde 2018 das "Mikromuseum für Skulptur und Raum" im Durchgang zur Burggasse als Verkehrs-Werkzeug mit einer Stiege, einer Brücke, einem Lift, diversen Geländern und Türen etabliert. Der Künstler Hans Schabus ließ alle Wände und Decken mit grünem Hammerschlaglack belegen, einem Lack, den man vor allem aus der Maschinenherstellung kennt.

Eine vorgefundene Vitrine wurde zum Ausstellungsraum „Pfeiler“ adaptiert. In ihm werden skulpturale Positionen präsentiert.

Gespräch mit Hans Schabus

Wer bist du?

Genau das versuche ich herauszufinden und finde dafür keine Antwort.

In welchen Tätigkeitsfeldern bist du aktiv?

Ich bin Bildhauer und leite die Klasse für Skulptur und Raum an der Angewandten.

Seit wann ist die Brückenpassage Teil des Q21/MQ?

Seit 2018.

Welche Eigenschaften haben Skulpturen?

Skulpturen sind soziale Werkzeuge. Nachdem sie keinen idealen Betrachtungspunkt haben, fordern sie unsere Verhältnissetzung zu ihnen. Skulpturen fragen uns wer wir sind, was wir tun und wohin wir gehen.

Der Ausstellungsraum „Pfeiler“ in der Passage folgt dem Anspruch…?

Im Pfeiler zeigen ehemalige Studierende unserer Klasse eine Arbeit und bestücken den Automaten gegenüber. Der Anspruch ist das Zeigen, um gesehen zu werden.

Ein „Mikromuseum für Skulptur und Raum“ kann…?

brennen.

Ohne Skulpturen…?

…keine Gesellschaft, ohne Gesellschaft keine Skulpturen.

©Skulptur und Raum

Events

©Skulptur und Raum

Christoph Giesch: lookout
Datum: bis Fr 24.09., täglich 6-22h

[wispern]
Mit unseren menschlichen Sinnen, fuhr sie fort, nehmen wir nur die uns zugewandte Seite der Dinge wahr. Wir ziehen ein, statten unseren Raum aus, unsere Grundmöbel und andere Hilfsmittel und obwohl wir normalerweise nur eine Seite der Existenz sehen, die Seite, die zu uns gerichtet ist, existieren wir in Wirklichkeit in der doppelten Strömung des größeren Atems.

Wir verweilen auf der Grenze. Und die Wände dieses Raumes beginnen sich zu öffnen.

Und vergiss nicht,
diese, der Wände, noch andere Seite:
selbst sie, die unverrückbar dir scheinen,
sind voller Wandlung.1

Der Begriff „Wand“ bezieht sich ursprünglich auf Wände aus Weidengeflecht, ein gewebtes Gitter aus dünnen Ästen, die sich wie Flechtwerke biegen. Dies findet seine Entsprechung in der Verben sich winden und wenden.

Text: Linda
 
1 Das Totengedicht, Jean Gebser (1945)

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