Über uns

MQ Höfe

Das MuseumsQuartier Wien als öffentlich zugänglicher Kunst-, Lebens- und Schaffensraum ist ein idealer Ort, um Kunst nicht nur in den verschiedenen Kulturinstitutionen und Ausstellungsräumen zu zeigen sondern auch in den großen Freiflächen des Areals. So findet im MuseumsQuartier das ganze Jahr über ein umfangreiches Kultur- und Veranstaltungsprogramm in den Höfen statt, von Lesungen, über Filmfestivals, Tanzperformances, bis hin zu Ausstellungs- und Skulpturenprojekten.

Das Areal wird von allen Seiten durch Passagen erschlossen. Langgestreckte Tonnengewölbe, deren Planung in die Barockzeit zurückreicht, verbinden die einzelnen Höfe miteinander. Auf Initiative des Q21 wurden etliche dieser stark frequentierten Passagen von einfachen Durchgängen zu neuartigen Räumen der Kunst verwandelt. Die Passagen sind Ausstellungsorte im öffentlichen Raum, die jeweils speziellen Kultursparten (Comic Art, Klangkunst, Street Art, Typografie, Literatur, Geologie) gewidmet sind. In bislang sechs Themenpassagen kann somit zeitgenössische Kunst unmittelbar und unentgeltlich von den BesucherInnen erlebt werden.

LITERATURpassage
Die LITERATURpassage ist eine der künstlerischen Themenpassagen im MuseumsQuartier Wien, die als offen begehbare Mikromuseen das inhaltliche Spektrum des Areals erweitern. Sie wird in literarischen Auseinandersetzungen zeitgenössischer AutorInnen aus Mittel- und Südosteuropa mit Wien als urbanem Raum bespielt. Weiters werden Arbeiten von AutorInnen des Writer-in-Residence-Programms des Q21, das in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres organisiert wird, präsentiert.
Das Lesezimmer der Stadt hält verschiedene Rezeptions- und Herangehensweisen an junge Literatur für die PassantInnen bereit. Die Wandzeitung lädt zum Verweilen in der Passage ein, während die über die QR-Codes kostenlos bereitgestellten Audio-Dateien und E-Books auch auf die Rezeption an anderen Orten in der Stadt verweisen. Die Anthologien der „Reihe mit Vorsatz“ können um 2 Euro pro Stück am Automaten erworben werden. 
www.textfeldsuedost.at, www.editionatelier.at


TONSPUR_passage
Mit der TONSPUR_passage, gelegen zwischen dem MQ Eingang in der Nähe des Volkstheaters und dem MQ Haupthof, wurde im Mai 2006 erstmals ein permanenter Spielort für Klangkunst in Wien geschaffen. Seither werden von wechselnden KünstlerInnen – darunter auch Artists-in-Residence des Q21 – jährlich mehrmals Klangarbeiten für den Passagenraum entwickelt und realisiert. Die mehrkanaligen, das übliche Stereobild aufhebenden Kompositionen erschaffen faszinierende Klangarchitekturen und begehbare Tonräume. Die visuelle Raumgestaltung stammt von Esther Stocker. Die kuratorische Leitung der Reihe „TONSPUR für einen öffentlichen raum" hat Georg Weckwerth inne, Peter Szely ist für die Klangregie verantwortlich.
www.tonspur.at  

KABINETT comic passage

Die KABINETT comic passage befindet sich im Durchgang zwischen Mariahilferstraße und Fürstenhof und wurde im September 2007 eröffnet. Heinz Wolf und Nicolas Mahler präsentieren in wechselnden Ausstellungen internationale Comic-KünstlerInnen, die sich mit den unterschiedlichsten Ausformungen der Wort/Bild-Kombination beschäftigen. Die Publikation zur jeweiligen Ausstellung kann in einem Automaten vor Ort erworben werden. Das Deckengemälde der Passage wurde von Stéphane Blanquet entworfen, die Umsetzung übernahm das Atelier UrbanWagner. www.kabinettpassage.at

STREET ART PASSAGE VIENNA
Die STREET ART PASSAGE VIENNA ist eine von sechs Themenpassagen im MuseumsQuartier Wien, die als Mikromuseen im öffentlichen Raum das inhaltliche Spektrum des Areals ergänzen.
Im Wechselrahmen am Liftturm und im Umkreis der Passage werden Positionen nationaler und internationaler KünstlerInnen gezeigt, die sich zwischen Bildender Kunst, Street Art, Graffiti und zeitgenössischer Mural-Kultur bewegen. Einige der KünstlerInnen werden als Artists-in-Residence des Q21 nach Wien eingeladen.
Begleitend dazu erscheinen im Verlag Schlebrügge.Editor die sogenannten „BetonBlumen“ – Mini-Kataloge, welche neben Sticker-Compilations an zwei adaptierten alten Warenautomaten um 2 Euro erworben werden können. Mit jedem/jeder KünstlerIn wird außerdem ein stark limitierter Siebdruck aufgelegt. Die Publikationen der PERFEKT PRINTS Serien verschreiben sich der Förderung zeitgenössischer Kunst zu erschwinglichen Preisen für junge SammlerInnen einer jungen Kunstform.
Die permanente Fliesengestaltung der Brücke stammt vom französischen Street-Art-Künstler Invader und wurde im Jahre 2008 auf Initiative des Q21 realisiert. Ebenfalls permanent sind der gestaltete Abgang zum Glacis Beisl sowie die 2013 installierte typografische Wandgestaltung von Lois Weinberger, welche durch die freundliche Unterstützung von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien verwirklicht werden konnte.
Unter dem Hashtag #streetartpassage findet man auf Instagram Infos und Verlinkungen zu den aktuell präsentierten KünstlerInnen und deren Werke. 
www.betonblumen.org 


Typopassage Wien
„Typographie“ bedeutet Schriftgestaltung und somit die Gestaltung von Inhalten. Schriften werden immer für eine gewisse Aufgabe, einen Zweck gestaltet und sind niemals losgelöst davon zu begreifen. Typografie selbst kann nie Inhalte ersetzen, sie kann diese jedoch unterstützen oder auch sabotieren.
Die Typopassage beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Gestaltung und Inhalt. Anhand von gesellschaftspolitisch relevanten Texten werden gleichzeitig die Schriften untersucht, in der diese gesetzt sind.
Für jede Ausstellung in den Schaukästen der Passage wird ein/e AutorIn eingeladen, eine Text-Passage aus einem eigenen Text zu veröffentlichen und ein/e DesignerIn diesen zu gestalten.
Im Automat ist das Textplakat zur jeweiligen Ausstellung erhältlich.
www.typopassage.at


Meteoritenpassage
Die Meteoritenpassage wurde 2012 nach einem Konzept des deutschen Künstlers und Typosophen Ecke Bonk mit einem Erdmineral (Goldocker) ausgemalt und verbindet das MQ direkt und symbolisch mit dem benachbarten Naturhistorischen Museum. Bereits 1999 wurde dem heranwachsenden neuen Kulturareal MQ ein Meteorit als Grundstein eingesetzt. Als Himmelserscheinungen und -boten zeugen Meteoriten einerseits von der „Ewigkeit" kosmischer Dauer, andererseits von der Entstehung der verschiedenen chemischen Elemente in den Sternen. Auf das MQ übertragen ist der Bote aus dem Weltraum gleichsam die Ursubstanz, der auf die Ordnungen der Materie sowie die Vielfalt kultureller Vereinbarungen und Ausdrucksformen verweist. www.meteoritenpassage.org


MQ Hofmöbel

Ein wichtiges Element in der Gestaltung der Höfe und auch wichtiger Bestandteil vieler Veranstaltungen sind die von den Architekten PPAG Anna Popelka und Georg Poduschka im Jahr 2003 entworfenen Hofmöbel, wodurch sich der Haupthof des MQ im Sommer rasch zu einem der Lieblingsplätze der Wienerinnen und Wiener entwickelt hat. Durch verschiedene Aufstellungsvarianten beweisen die Architekturelemente sowohl im Sommer als auch im Winter ihre Funktionalität.

Die Möbel wechselten zudem jährlich ihre Farbe und prägen somit jedes Jahr aufs Neue die Höfe und Freiflächen des MuseumsQuartier. Nach weiß (2002), schwimmbadblau (2003), hellrosa (2004), pistaziengrün (2005), freudliegenrot (2006), cremebeige (2007), „fastaustriaviolett“ (2008) zitronengelb (2009) präsentieren sich die MQ Möbel 2010 in „Candy Shop Pink“.

Seit dem Sommer 2010 gibt es zusätzlich zu den „Enzis“ die „Enzos“, die sich nicht nur im Design, die Sitzgelegenheiten sind im Vergleich zu früher hohl, sondern auch in der Produktionsweise unterscheiden. Dadurch sind sie noch robuster und resistenter gegen Beschädigungen. Gleich geblieben ist hingegen die Außenkontur und die Größe der Möbel, sodass die altbekannte kombinatorische Vielfalt für die unterschiedlichen Aufstellungen gesichert ist. Begonnen wurde 2010 mit den Farben „Lush Meadow Green“, „Ivory tusk white“  (Elfenbein-Weiß), „Strawberry Field Red“ und „Candy Shop Pink“.

Im Sommer 2013 wurde das Design der MQ Möbel erneut weiterentwickelt, wobei auf der Form, der Geometrie und der Kombinatorik der „Enzis“, sowie auf dem Produktionsverfahren und dem Material der „Enzos“ aufgebaut wird. Die Farbe „Tröpferlbadblau“ setze sich im Rahmen eines Publikum-Farbvotings gegen „Havannarot“ und „Volksmöbelorange“ durch. Mit der neuen Modellgeneration „Viena“ (nach „Enzis“ und „Enzos“) gab es 2015 erneut ein Farbvoting: das Publikum entscheid sich für „Mermaid“.

Bereits 2005 erhielt die Hofmöblierung des MuseumQuartier Wien den Adolf Loos Staatspreis für Design in der erstmals vergebenen Kategorie „Räumliche Gestaltung“. 2007 waren die MQ Sitzgelegenheiten erstmals für den Design-Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert.