Über uns

Architektur

Das generell bestimmende Motiv für das MuseumsQuartier – nach außen wie auch nach innen – ist das Zusammenspiel von historischer und zeitgemäßer Architektur. Historische Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert und eine 400m lange Barockfassade bilden gemeinsam mit zeitgenössischer Museumsarchitektur ein einzigartiges architektonisches Ensemble und sorgen für ein besonderes Ambiente.

Am auffälligsten sind dabei die großen Neubauten im MQ Haupthof, für die die Architekten Laurids und Manfred Ortner verantwortlich zeichnen: das Leopold Museum, das museum moderner kunst stiftung ludwig wien (mumok) sowie die Kunsthalle wien hinter der ehemaligen Winterreithalle. Diese Bauten stehen in einem besonderen Verhältnis zueinander und beziehen sich ebenso auf die städtebauliche Situation der Innenstadt und des dahinter liegenden 7. Bezirks, wie auf die inhaltlichen Unterschiede der Institutionen, die sie beherbergen.

Der Mix aus historischen Gebäuden sowie moderner Museumsarchitektur spiegelt sich auch in den verschiedenen Veranstaltungsräumlichkeiten am Areal wieder, die gemietet werden können und dadurch einen exklusiven Rahmen in einem einmaligen Ambiente bieten – moderne Technik kombiniert mit barocker Architektur.

Leopold Museum

Der helle Bau des Leopold Museum nimmt als einziges Gebäude im Areal die orthogonale Ordnung der ehemaligen Hofmuseen auf und führt damit die Achse des ehemals geplanten Kaiserforums fort. Farblich bildet die weiße Kalksteinpflasterung des Hofes eine Einheit mit der Fassade des Leopold Museums. Sie symbolisiert die konsolidierte Geschichtlichkeit der Sammlung Leopold. Der steinerne blockhafte Kubus übernimmt die Rolle des feingliedrig Kultivierten und reicht 24 Meter über und in drei Untergeschoßen 13 Meter unter die Erde. Um das innere Atrium reihen sich fast radförmig die Ausstellungssäle, die in den oberen Etagen sehr lichtdurchflutet sind.

mumok
In deutlichem Kontrast dazu steht die Fassade des mumok mit ihrem anthrazitfarbenen Basalt Der schlanke Steinkörper scheint mit seinem sphärisch gekrümmten Dach eben aus der Tiefe aufgetaucht zu sein. Die Kanten des Gebäudes sind abgerundet, sodass im Gegensatz zur preziösen Kantigkeit des Leopold Museum der Eindruck entsteht, dass sich hier ein Körper erst formt. Es verfügt über zwei Unter- und drei Obergeschoße, die im Inneren von einem durchgehenden, 41 Meter hohen Raum verbunden werden. Die Eingangsniveaus beider Museen befinden sich in einer Höhe von vier Metern, was den steil ansteigenden Geländesprung hinauf zum 7. Bezirk mildern und relativieren soll.

Kunsthalle Wien

Der Baukörper der Kunsthalle Wien ist im Gegensatz zu den vorderen Gebäuden mit seinen musealen Sammlungen zur Gänze mit roten Ziegeln verkleidet und erinnert an eine Werkhalle. Damit wird auf den Inhalt, Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst, Bezug genommen. Von außen zeigt sich die Kunsthalle Wien als liegender Kantblock, an beiden Enden glatt abgeschnitten. Als eigenständiger Baukörper liegt sie dicht angerückt längsseits der Reithalle und überlappt mit ihrem Ziegeldach deren Dachsaum. Die Kunsthalle Wien hat nur Lichtschlitze an den Stirnseiten, sonst keinerlei Öffnungen für Tageslicht: Kunstlicht als konsequentes Konzept zur Wahrnehmung der Kunst.

Fürstenhof (Hof 2)
Setzt man den Rundgang vom Haupteingang aus entlang des Fischer-von-Erlach Trakts nach links Richtung Mariahilfer Straße fort, gelangt man in den Fürstenhof mit den drei Kinderinstitutionen des MuseumsQuartier: dem ZOOM Kindermuseum, dem DSCHUNGEL WIEN Theaterhaus für junges Publikum und der wienXtra-kinderinfo. Früher waren hier Wagenremisen sowie eine Pferdeschwemme untergebracht.

Klosterhof (Hof 3)
Geht man vom Fischer-von Erlach Trakt weiter in den „Klosterhof", passiert man eine der vier künstlerisch gestalteten Themenpassagen am Areal, die „KABINETT comic passage" mit einem Deckengemälde von Stéphane Blanquet. Über den Klosterhof erreicht man schließlich eine der größten Shoppingmeilen Österreichs: die Mariahilfer Straße.

Staatsratshof (Hof 7)

Folgt man vom Haupteingang aus dem Fischer-von-Erlach Trakt, der größtenteils das sogenannte „Q21" beherbergt, in die andere Richtung, gelangt man durch die der Klangkunst gewidmeten Themenpassage „TONSPUR_passage" in den Staatsratshof. Früher waren hier Sattlerwerkstätten, Wagenremisen sowie Leder- und Heukammern untergebracht. Heute befinden sich hier das Architekturzentrum Wien, das designforum Wien sowie die Modeboutique Combinat.

Sattlerhof (Hof 6)
Wendet man sich vom Staatsrathof nach links, kommt man durch einen Durchgang in den Sattlerhof. Hier ließ Kaiserin Sisi im 19. Jahrhundert eine oktogonale Zirkus-Reithalle errichten, in der heute die Bibliothek des Architekturzentrums untergebracht ist.

Fischer-von Erlach Trakt

Zurück zum Fischer-von-Erlach Trakt, in dem sich zu Kaisers Zeiten ebenerdig die Pferdestallungen befanden. Heute sind hier auf der einen Seite die beiden Veranstaltungshallen „Ovalhalle" und „Arena21", die extern für verschiedenste Anlässe (Firmenfeiern, Messen etc.) gemietet werden können sowie der Ausstellungsraum des Q21, der „freiraum Q21 INTERNATIONAL". Auf der anderen Seite sind im Erdgeschoß die Buchhandlung Walther König, das Restaurant Kantine, sowie die zum Q21 gehörende „Electric Avenue" untergebracht. In den oberen Stockwerken der barocken Fassaden, ehemals die Wohnräume der Hofangestellten, befinden sich heute die Büroräumlichkeiten der MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft, Kulturbüros des Q21 sowie private Wohnungen.