Peter Sandbichler: Schrein

Datum: 23.06. bis 14.09., täglich 00-24h

Eröffnung: Do 22.06., 19h
Ort: MQ ART BOX
Eintritt frei

Neben den großen Museen, deren Inhalte und Vermittlungsprogramme oft nur mit einer Eintrittskarte zugänglich sind, erschließen sich die Kunstinstallationen in der MQ ART BOX quasi en passant.

Peter Sandbichler reagiert auf dieses Pop-Up-Setting, indem er fast das gesamte Volumen des Innenraumes in Karton verpackt: Der aus 180 gefalteten Modulen zusammengesetzte Quader im Ausmaß von 840 x 334 x 505 cm schwebt in einem Abstand von 70 cm über dem Boden und bildet eine Art Miniaturpendant zu den Kubaturen der umgebenden Kunsttempel. Durch Recycling wertlosen Verpackungsmaterials schafft der Künstler raumgreifende Plastiken mit komplexen Oberflächen, die ihre Wirkung im Spiel von Licht und Schatten entfalten.

Der Titel SCHREIN bezieht sich dabei auf jene Schnittstelle von Imagination und Wahrheit, an der sich die zeitgenössische Ökonomie der Aufmerksamkeit* orientiert, wobei immer weniger Inhalt mit umso mehr Verpackung angeboten wird.
* Georg Franck: Ökonomie der Aufmerksamkeit, 1998

Peter Sandbichler (*1964 in Tirol) studierte zunächst Malerei in New York, bevor er 1991 in der Meisterklasse Bruno Gironcoli an der Akademie der Bildenden Künste in Wien sein Diplom absolvierte. Danach ging er für ein Jahr nach Frankfurt an das Institut für Neue Medien zu Prof. Peter Weibel. Es folgten Auslandaufenthalte in Tokyo, Berlin, New York und Sri Lanka. Peter Sandbichler lebt und arbeitet in Wien. Neben seinen skulpturalen Werkgruppen Tensegrities und Alte Schachteln ist Sandbichler vor allem auch für seine Arbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Zuletzt konnte er in Wien am Haus Mariahliferstraße 1 eine ganzflächige Fassadengestaltung realisieren. Ein weiteres Betonrelief im Ausmaß von 22 mal 14 Metern befindet sich an einem Gebäude der Arbeiterkammer in der Plösslgasse 2 im 4. Bezirk.

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