Akademie der bildenden Künste: Aesthetic Politics in Fashion

Bradaric: Ohmae collection 'Pictures seen' (c) Peter Garmusch

Datum: Fr 12.10.2012 - Sa 13.10.2012,

Akademie der bildenden Künste: Aesthetic Politics in Fashion. Positionen zwischen Mode, Kunst und Design
Konferenz des Fachbereichs Moden und Styles der Akademie der Bildenden Künste Wien
im Rahmen von "MQ Summer of Fashion" 

Datum: Fr 12.10., 10-20.30h
Ort: Akademie der Bildenden Künste, Institut für das künstlerische Lehramt
Karl-Schweighofer-Gasse 3, 1070 Wien, Raum 3.06
Podiumsdiskussion Fr 12.10., 19-20.30h: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Eintritt frei
Anmeldung bis Mo 01.10.: m.sacher@akbild.ac.at, max. 50 Teilnehmer

Im Zentrum dieser Konferenz steht die Auseinandersetzung mit Mode als einem kulturellen Phänomen aus künstlerischer, gestalterischer, ökonomischer und alltagskultureller Perspektive.

Als Ausblick des "MQ Summer of Fashion" veranstaltet der Fachbereich für Moden und Styles der Akademie der Bildenden Künste Wien am 12. und 13. Oktober 2012 ein internationales Symposium mit dem Titel "Aesthetic Politics in Fashion. Positionen zwischen Mode, Kunst und Design".

Die Beiträge der Konferenz analysieren Grenzziehungen und Überschneidungen, Hierarchisierungen und Positionierungen von Moden, Künsten und Styles in ihren jeweiligen Kontexten, materiellen Konstitutionen und symbolischen Verwirklichungen. Deren Ästhetiken, Ökonomien und Politiken werden aus verschiedenen Disziplinen heraus beleuchtet: Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Soziologie, Design- und Modeforschung.

Programm:

Fr 12.10.

10:00-10:15 Begrüßung und Einführung
Andrea Braidt, Vizerektorin für Kunst und Forschung, Akademie der bildenden Künste Wien
Elke Gaugele, Professorin für Moden und Styles, Akademie der bildenden Künste Wien
10:15-10:45 Keynote: Die Unbotmäßigkeit der Mode - Gesellschaft im Konjunktiv
Michael R. Müller (Dortmund)
11:00-13:00 Panel I: Aesthetic Economies
Stéphane Mallarmés Täuschungsmanöver. Die Modezeitschrift „La dernière mode", Birke Sturm (Wien)
Die Zusammenarbeit von Modeindustrie und Celebrities seit 1980, Endora Comer-Arldt (Darmstadt/Wien)
Andys Erbe. Über das Verhältnis von Mode und Kunst am Beispiel der Künstlerkollaborationen des Luxuslabels Louis Vuitton, Monica Titton (Wien/London):
Chair: Eva Flicker (Wien)
14:00-15:30 Panel II: Production of Space
Vermoden und Betrachten. Politiken der Auratisierung in der Wiener Mode des 19. Jahrhunderts, Lisbeth Freiß (Wien)
Marginalized Fashion Cities. Fashion's Urban Order, Tanja Bradaric (Wien)
Digital Antibodies? Modepräsentationen im digitalen Zeitalter, Sabina Muriale: (Wien)
Chair:  Carmen Rüter (Hamburg/Wien)
16:00-16:30 Keynote: Die Politik der Selbst-Aufgabe. Kunst, Mode und Empire bei Bernadette Corporation
Ilka Becker (Köln/Braunschweig)
16:30-18:30 Panel III: Alternative Aesthetic Politics
Jute statt Plastik! Auf der Suche nach einer neuen Produktkultur der Solidarität in den 1970er Jahren, Martina Fineder (Wien)
Fashion&Honesty 2012. Krise, Ko-modi-fizierung und die neue Ethik der Mode, Elke Gaugele (Wien)
Die Ausstattung des Tigers. Dekolonialisierung und Stilrassismus in der südasiatischen
Modeindustrie, Ruby Sircar (Wien)
Chair: Doris Guth (Wien)
19:00-20:30 Podiumsdiskussion: Aesthetic Politics in Fashion. Forschung&Vernetzung in den Textile&Fashion Studies
mit Marlene Agreiter (Wien), Eva-Maria Goetz (Wien), Elke Gaugele (Wien), Silke Geppert (Salzburg), Daniel Kalt (Wien), Philipp Levar (Wien) und Gundula Wolter (Berlin)
Ort der Podiumsdiskussion: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Sa 13.10.
 
10:00 - 12.30 Workshop
Rahmungsstrategien in Modenschauen, Alicia Kühl (Potsdam)
Forum für Vernetzung, Diskussion und Kooperation für Dissertand_innen und Forscher_innen.


Zum Programm:

Am Freitag, den 12. Oktober 2012 reflektieren als Auftakt die ersten beiden Panels die Rolle von Wirtschaft, Macht und Stadt im künstlerischen Umfeld. Das Panel "Aesthetic Economies" mit Birke Sturm, Endora Comer-Arldt, Monica Titton und Eva Flicker untersucht die Zusammenarbeit von Künstlern und Modelabels als neue Form einer Visualisierungsstrategie für die Vermarktung ihrer Produkte. Das Panel "Production of Space" führt die Frage nach den Machtbeziehungen, Blick- und Präsentationsregimen der Mode weiter. Dazu hinterfragen Lisbeth Freiss, Tanja Bradaric, Sabina Muriale und Carmen Rüter die hierarchischen Strukturen zwischen etablierten Modezentren und marginalisierten Modestädten sowie zwischen Luxuslabels und unabhängigen ModedesignerInnen. Das daran anschließende Panel "Alternative Aesthetic Politics" widmet sich der Analyse alternativer und postkolonialer Ästhetiken. Die Beiträge von Martina Fineder, Elke Gaugele, Ruby Sircar und Doris Guth reflektieren die Entwicklung ästhetischer Praktiken in ihrer Bedeutung für alternative Lebensstile und stellen dabei die modernen Gattungshierarchien zwischen Kunst, Mode, Textil und Design mit Blick auf die jeweiligen Gestaltungsstrategien in Frage. Die beiden "Keynote Speakers" theoretisieren Prozesse der "Aesthetic Politics in Fashion" aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während Michael R. Müller (Dortmund) aus kultursoziologischer Perspektive vom gesellschaftlichen Konjunktiv, bzw. der "Unbotmäßigkeit der Mode" spricht, verortet Ilka Becker (Köln/Braunschweig) das Verhältnis von Kunst, Mode und Empire aus kunsttheoretischer Perspektive in der "Politik der Selbst-Aufgabe".
Der erste Konferenztages endet mit einer gemeinsamen "Podiumsdiskussion" als Abendveranstaltung im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien. Hier diskutieren Marlene Agreiter, Günther Burkert, Elke Gaugele, Silke Geppert, Stefan Hilpold und Gundula Wolter mit einer Modertation von Anne Feldkamp über Forschung und Vernetzung in den Fashion&Textile Studies.
Zum Abschluss des Symposiums findet am Samstag, den 13. Oktober 2012 von 10.00-12.30 Uhr ein Workshop statt. Dieser beginnt mit einem Beitrag von Alicia Kühl zu "Rahmungsstrategien in Modenschauen" und bildet ein Forum für weitere Vernetzungen und Kooperationen zwischen Dissertand_innen und Forscher_innen.

Das Symposium richtet sich an alle Interessierten aus Praxis und Forschung im Kontext von Mode, Kunst, Design, Kunst- sowie Kulturwissenschaften und will aktuelle internationale Debatten aus verschiedenen Forschungsbereichen in den Dialog bringen.



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