Die Aufgabe:
Die Imagekampagne 2010 sollte unter stärkerer Gewichtung des Aspekts „Kunst & Kultur" die zentralen Anliegen des MQ in den Mittelpunkt rücken und zur Auseinandersetzung mit schöpferischer Arbeit einladen.
Die Überlegung:
An keinem anderen Ort treffen Kunst und Kultur, Konzepte und Zufälle, Freizeit und Unterhaltung derart aufeinander, dass die Grenzen zwischen Lebens- und Kunstraum verschwimmen und die Frage auftaucht: Ist das Zufall, Unfall oder Konzept?
Die Umsetzung:
Wer, wenn nicht das MQ kann dazu einladen, sich dieser Frage zu stellen. Einer Frage, die nicht selten in Zusammenhang mit Entstehung und Absicht künstlerischer Konzeption diskutiert wird. Inhalt der Kampagne sind deshalb Momentaufnahmen im Umfeld des MQs, die ihre Intention und ihr Zustandekommen offenlassen. Print, Plakat und Hörfunk zeichnen so ein Vexierbild „Zufall oder Konzept", in MQ-typischer polarisierender Weise, um zu Diskussion und Nutzung der Angebote und Inhalte des MQs anzuregen. Die Kampagne will dabei keine Antworten geben, sondern den Besucher einladen, sich auf Fragenstellungen und Diskussionen einzulassen.
Seit der Eröffnung des MuseumsQuartiers vor acht Jahren gilt das Konzept dieses einzigartigen Kulturstandorts als international beispielgebend.
Ausserordentlicher Erfolg führt allerdings dazu, dass große und begehrenswerte Marken kopiert werden. Von diesen „Trittbrettfahrern" sind auch Dienstleistungs- und 3/5 Kulturbetriebe wie das MQ betroffen, angefangen von Kopien der beliebten Enzi-Möbel bis zum Trend der Wortbildmarken mit der Benennung „Quartier".
So gibt es mittlerweile eine beachtliche Anzahl von „MQ-Fakes". Die Sujets der Kampagne warnen in aller Deutlichkeit vor „Kopien". Denn nur wo MQ drauf steht, sind Kunst, Tanz, Design, Architektur, Theater, Literatur, Kinderkultur, Mode, Musik, Digitale
Kultur und Gastronomie drinnen!
Mit der Imagekampagne 2008 wird das Thema "Vielfalt" als einer der Markenkerne des MQ inszeniert. Bei dieser enormen Bandbreite kann es schon passieren, dass der eine oder andere Besucher versehentlich „im falschen Film sitzt“ und einen akuten Kulturschock erleidet. „Falls die klassische Moderne doch nichts für Sie sein sollte: es gibt ja noch Zeitgenössische Kunst, Architektur, Tanz, Theater, Film, Kinderkultur, Mode, Digitale Kultur, Musik, Design, Restaurants und Cafés.“ Mit dieser Aussage auf dem Plakat "Kulturschock #1" wird die Sonderstellung des MQ in der kulturellen Landschaft thematisiert und gleichzeitig die möglichen Ursachen eines Kulturschocks. Denn so unterschiedlich wie die Erwartungen der Besucher sind, sind auch die verschieden Arten des möglichen Kulturschocks. Vom Kunstschock, über den Architekturschock bis hin zum digitalen Kulturschock wird das vielseitige Angebot des MQ in der Kampagne prägnant visualisiert.
Das MuseumsQuartier bietet mit seinen über 80 Kulturinstitutionen ein umfassendes, abwechslungsreiches, vielseitiges - man könnte sagen "unbewältigbares" Programm.
Es ist immer etwas los - und für jeden Geschmack ist etwas dabei ... Wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, der uns daran hindert das zu tun, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Und meist ist es wieder zu spät, und uns wird bewusst, was wir wieder einmal verpasst haben. Die MQ Kampagne 07/08 soll vor Augen führen "Was man bis jetzt alles verpasst hat", und wozu man sich wieder einmal nicht aufraffen konnte. "Wichtig in diesem Kontext war uns, dass das MQ als einzige Kulturinstitution ein solches umfassendes Angebot aufweisen kann, wo man wirklich jeden Tag etwas verpassen kann," so Andreas Miedaner, GF von Büro X. "Dieses Problem kenne ich selber nur zu gut! So gesehen ist diese Kampagne sogar etwas autobiographisch ..."
Zu sehen sind die verschiedenen Sujets "Was Sie bis jetzt alles verpasst haben", im Raum Wien, auf City Lights, Plakaten, U-Bahntafeln und Anzeigen.
Unter dem Pseudonym "MQ-Man" kämpft ein bisher unbekannter für die kulturelle Vielfalt in Wien. Büro X unterstützt ihn dabei mit Postern, Citylights und Straßenbahnbeklebung.
Ziel der Kampagne ist es, Kunst und Kultur als notwendigen Bestandteil des Alltags bewußt zu machen. Dabei deckt sich die Forderung des "MQ-Man" mit dem vielseitigen Angebot des MuseumsQuartier: Das MQ verschafft den Menschen durch seine Vielfalt einen leichten Zugang zu Kunst und Kultur und bereichert damit ihren Alltag. Die Parole "Kultur für alle!", ist gleichzeitig die Mission von MQ-Man. Wie viele bekannte Superhelden setzt er sein Leben ein, um den Menschen seine Botschaft "Genieße die 2/5 Vielfalt aus Kunst, Kultur, Architektur, Theater, Musik, Tanz, Nightlife, Performance, Kinderkultur sowie gutem Essen und Trinken" zu überbringen.
Über 50 Institutionen aus Kunst, Kultur, Theater, Musik, Tanz, Architektur sind im MQ beheimatet. Das Areal vereint barocke Gebäude mit neuer Architektur, lässt kulturelle
Einrichtungen aller Kunstsparten und Naherholungseinrichtungen zu einem spektakulären Ganzen werden. In der Kampagne 2005/06 wird das MQ als Kulturinsel und Stadtoase inszeniert, die Insel-Metapher wird auch für die Visualisierung eingesetzt.
Für die Imagekampagne 2004/05 setzte man für die Markenwerte des MQ eine neue Metapher ein. Diese sollte einerseits Vielfalt und Vielseitigkeit ausdrücken, andererseits die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Kunst widerspiegeln. Als ideales Objekt für die Verkörperung all dieser Eigenschaften wurde ein Alltagsgegenstand gefunden, mit dem alle etwas anfangen können: der Eimer. Das MQ als vielseitig einsetzbares Gefäß ist eine Metapher mit der es gelungen ist, die vielfältigen „Inhalte" überraschend und provozierend in Szene zu setzen.
Die Imagekampagne "Das Label lebt" setzt genau bei den Gegensätzen, die das MuseumsQuartier zu bieten hat, aber auch bei der polarisierten öffentlichen Meinung,
dem Diskurs der Kulturtreibenden sowie den medial verbreiteten Widersprüchen über das MQ an. Auch die Gegensätzlichkeit des Angebots (Schiele neben elektronischer
Kunst) sehen Betreiber und Agenturen nicht als negative Elemente, sondern als Zeichen eines lebendigen Kulturviertels. Genau diese Gegensätzlichkeit macht Büro X zum Thema der Kampagne. "Liebe", "Hass", "Kon"ikt", "Freude", "Erschöpfung", "Entspannung" und "Freiheit" sind Themen der 16 Motive umfassenden Kampagne, die in Anzeigen, auf Plakaten und Citylights sowie in den Wiener Straßenbahnen kommuniziert werden.
Die Eröffnung des Areals am 30. Juni 2001 sollte regional wie international beworben werden. In der ersten Imagekampagne wurde der Kernaspekt "Neugierde wecken" inszeniert und teilweise aktionistisch und spielerisch dargestellt. Das MuseumsQuartier sollte als andersartige Kultstätte bekannt werden.